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Weg zum Reha-Sport

Um an einer onkologischen Rehabilitationssportgruppe teilnehmen zu können gibt es spezielle Formulare von den gesetzlichen Krankenkassen bzw. der Deutschen Rentenversicherung e.V. Eine wichtige Information vorab: Jedem Krebspatienten steht diese Unterstützung zu und kann mit dem entsprechenden Formular eingefordert werden.

Etwas problematischer ist hier leider die Situation für Privatversicherte. Da Rehamaßnahmen dieser Art nicht im Leistungskatalog enthalten sind, wird häufig im Einzelfall über eine Kostenübernahme entschieden. Für bessere Aussichten auf Erfolg sollten Sie sich den Bedarf einer Rehamaßnahme von Ihrem Arzt bescheinigen lassen (hierfür gibt es kein spezielles Formular) und sich anschließend mit der ärztlichen Bescheinigung an Ihre Versicherung wenden.

Gesetzliche Krankenkassen

Bei den gesetzlichen Krankenkassen nennt sich das Formular "Antrag auf Kostenübernahme für Rehabilitationssport (Muster 56)". Über dieses Formular stehen dem Patienten in der Regel 50 Übungseinheiten in einer Rehabilitationssportgruppe zu, welche in einem Zeitrahmen von 18 Monaten (Richtwert) abtrainiert werden sollen. Bei chronischen Erkrankungen, wozu auch die Polyneuropathie gezählt wird, sind 120 Übungseinheiten in einem Zeitraum von 36 Monaten (Richtwert) vorgesehen.

Den Antrag auf Kostenübernahme erhalten Sie von Ihrem behandelnden Arzt. Hier können Sie sehen, wie das Initiates file downloadMuster 56 aufgebaut ist (verbindliches Muster, Freigabe ab 01. Juli 2011).

 

 

 

Deutsche Rentenversicherung

Das Formular der Deutschen Rentenversicherung nennt sich "Verordnung von Rehabilitationssport / Funktionstraining Formular G850" und wird meistens im Anschluss an eine stationäre Reha von der behandelnden Klinik ausgestellt. Da das Ziel der Verordnung aus der Wiedereingliederung in das Arbeitsleben besteht, wird es ab dem Rentenalter nicht mehr verschrieben. Die Verordnungsdauer beträgt in der Regel 6 Monate. Bei einer Verordnung von mehr als 6 Monaten bis längstens 12 Monaten ist eine ausführliche Begründung des Arztes erforderlich. Das Training kann bis zu 2x je Woche verordnet werden, mit einer ausführlichen Begründung auch 3x je Woche (soweit die Häufigkeit in der Reha-Einrichtung angeboten wird). Aus sportwissenschaftlicher Sicht sollten Sie mindestens 23x pro Woche aktiv sein.

Der Rehabilitationssport kann verordnet werden, wenn die (Primär-) Therapie (Operation und / oder Strahlentherapie und / oder antineoplastische Therapie) abgeschlossen ist. Im Einzelfall kann Rehabilitationssport auch vor Abschluss der (Primär-) Therapie verordnet werden: Es muss dann sichergestellt sein, dass die behandelnde Ärztin / der behandelnde Arzt während der laufenden Therapie überprüft, ob die Fortsetzung des Rehabilitationssports aus medizinischer Sicht gerechtfertigt ist.

Das Formular G850 ist auf der Seite der Opens external link in new windowDeutschen Rentenversicherung abrufbar.